Trolleys für Business und Jagd

Neue Bordcases von Beretta
Beretta hat zwei nagelneue Bordcases für Flintenschützen und natürlich auch für Nichtschützen auf den Markt gebracht. Sie gehören in die Kollektionsserie Transformer sowie der jagdgrünen Serie Hunter Tech.

Bei dem Kabinentrolley „Transformer“ haben sich die Designer etwas Besonderes einfallen lassen. Der Trolley besteht aus zwei Teilen, die mithilfe eines umlaufenden Reißverschlusses voneinander getrennt werden können. Die untere Hälfte besteht aus einer schlagfesten Hartschale, an die ein hochwertiges und gefüttertes, wasserabweisendes Cordura-Oberteil genäht ist. Er ist so schon ein vollwertiger Kabinentrolley mit Rollen und einem 3-stufig ausfahrbaren Handgriff. Die Räder in Skater-Größe sind eher für Flughäfen und Hotelgänge gemacht. Innen wird der Hauptkoffer mit einer Reißverschlusswand in zwei Fächer unterteilt. In dem Hauptfach befinden sich zwei elastische Gummigurte, die die Kleidung vor dem Verrutschen schützen. Das zweite Fach bietet Platz für allerlei Unterlagen, Schuhe etc. und ist nicht nur von innen, sondern über einen weiteren Zipper auch von außen zugänglich.

Jetzt kommt der Laptop-Rucksack hinzu. Wird er auf den Trolley gezippert, erhöht sich leider das Packvolumen dadurch nicht, sondern verringert sich. Bevor man ihn mit dem Trolley verbinden kann, muss man das Cordura-Teil des Hauptkoffers nach innen klappen, was zum entsprechenden Stauraumverlust des ersten Abteils führt.

Der aufgeschnallte Rucksack besteht auf der Außenseite aus einem geräumigen Fach, in dem auch größere Laptops Platz finden, plus kleiner Aufsatztasche für Netzteil, Kabel, Pointer und Co. Auf der Innenseite des Backpack ist eine rückenfreundliche, mit atmungsaktivem Mashgewebe ausgestattete Polsterung angebracht. Damit kann man das Packstück auch über längere Zeit komfortabel tragen und schwitzt nicht ganz so schnell, wenn man z. B. noch bis Terminal C rennen muss. Die Schultergurte können mittels Kunststoff-Steckschnallen geteilt und unter einer Lasche versteckt werden. Dann lässt sich der Rucksack an einem Handgriff wie ein Aktenkoffer tragen. Natürlich besitzt das rollende Hauptteil neben dem Teleskopgriff auch noch einen normalen Koffergriff. Das große Beretta-Logo auf der Hartschale und die gestickten, grauen Beretta-Schriftzüge auf den übrigen Seiten sind auf jeden Fall ein Hingucker und verraten allen Anwesenden auf Anhieb die Leidenschaft seines Trägers.

Mit den Maßen von 53 x 37 x 18 cm ist der Transformer-Trolley kabinentauglich. Alles in allem ist dieser Koffer ein, für Beretta typisch, sehr hochwertiges Produkt. Allerdings ist er mit dem Verkaufspreis von 249 Euro auch nicht gerade billig.

Der zweite Kabinentrolley, den Beretta neu im Programm hat, gehört zur Serie Hunter-Tech. Er ist schlicht und funktionell in zwei Abteile unterteilt. Das Hauptfach besteht aus einer Hartschale, die mit dem hochwertigen Stoff aus der Hunter-Tech-Kollektion umkleidet ist. Innen sind auch zwei Gummigurte zur Fixierung von Kleidungsstücken angebracht. Das zweite, vordere Fach ist sowohl über eine Stofftrennwand von innen, wie auch über einen Reißverschluss von außen zugänglich.

Das Design passt zu den übrigen Taschen und Artikeln der Hunter-Tech-Serie. Die Braun- und Jagdgrüntöne harmonieren sehr gut zu der Gestaltung der Seitenteile, die mit einer schwarzen Fischhauttextur eines Langwaffenschaftes bedruckt sind. Der Teleskopgriff lässt sich ergonomisch in zwei verschiedenen Positionen arretieren. Der gesamte Koffer ist mit aufwendigen Kedernähten versehen. An den Ecknähten sind zusätzlich stabile Kantenschutzprofile aus Gummi angebracht. Ein Fach für eine Namens- und Adresskarte auf der Außenseite würde bei Verlust den Koffer wieder schnell zu seinem Besitzer bringen. Ein Design-Gag sind die großen Speichenräder mit angedeuteten Stollenreifen im Mini-Offroad-Design. Das Gesamtgewicht liegt bei nur 3 kg bei 42 l Fassungsvermögen. Mit einer Größe von 38 x 55 x 23 cm ist auch er flugkabinentauglich, macht aber auch bei der Wochenendjagd in heimischen Gefilden eine gute Figur. Der Preis für dieses sehr hochwertig verarbeitete Produkt ist mit 159 Euro nicht übertrieben.

Text und Bilder: Rainer Liese