Querflintencup auf der Gürather Höhe

Wettkampf-Saisonauftakt mit der (richtigen) Flinte!
24 Mitglieder und Gäste des Tontaubenschießvereins St. Hubertus Bedburg traten am vierten Samstag im März mit ihren Querflinten zum 50-Tauben-Compak-Wettkampf an. Die einen wollten einfach ein bisschen Spaß haben mit dem Alteisen, das noch vom Großvater im Waffenschrank steht. Andere hatten extra bei ihren Büchsenmachern die Keller durchsucht und dort noch das ein oder andere Stück aus alten Tagen ergattert. Die dritte Gruppe führt seit eh und je ihre Flinte mit den parallelen Läufen auf dem Schießstand.

Kaum war die Idee im letzten Sommer geboren, waren alle Starterplätze auch schon ausgebucht. Der Wettkampfkalender 2019 war zu der Zeit schon recht voll, somit legte man den Cup kurzerhand vor die Saison.

Da der Skeetstand mit seinen Parcoursmaschinen wegen der Jungjägerausbildung nicht zur Verfügung stand, wurden beide 25-Tauben-Durchgänge auf dem Trapstand geschossen. 13 Maschinen stehen dem Parcoursschützen hier zur Verfügung: zwei Türme, Teal, Rollhase, diverse Looper, flach weggehende und kreuzende Tauben sowie unterschiedliche Schützenstände machen hier abwechslungsreiche Layouts möglich.

Bereits seit Jahresbeginn wurden immer öfter Querflinten auf dem Stand angetroffen. Die Schützen wollten sich mit der etwas anderen Handhabung vertraut machen und sich – da, wo vorhanden –  mit dem englischen Schaft anfreunden.

Obwohl das Ganze eher als vergnügliche Veranstaltung angedacht war, kam bei vielen Teilnehmern der Ehrgeiz durch und es wurde sich richtig angestrengt. Um es kurz zu machen: Es wurde sehr gut geschossen. Es gab sogar den ein oder anderen Schützen, der mit seiner Querflinte deutlich bessere Ergebnisse schoss als sonst das Jahr über mit seiner Bockflinte. Erfahrene Parcoursschützen bescheinigten uns ein anspruchsvolles Layout mit einer interessanten Mischung aus Einzeltauben und Doubletten.

Für die Liebhaber interessanter Jagdwaffen gab es einiges zu bewundern: da gab es einen Ferlacher Schrotdrilling, diverse Hahnflinten und eine alte englische self-opener Seitenschlossflinte mit Damastläufen und umschaltbarem Einabzug zu sehen. Auch die ein oder andere belgische oder italienische Edelflinte kam zum Einsatz.

Bei der anschließenden Siegerehrung wurde das eingezahlte Startgeld in Form von Schrotpatronen als Preise ausgegeben und zwar nicht an einige wenige Spitzenschützen, sondern ziemlich gleichmäßig an das komplette Teilnehmerfeld, was große Zustimmung fand.

Ernst Pfeffer