Winchester Parcours-Patrone

Was macht eine gute Schrotpatrone aus? Gutes Rückstoßverhalten, hohe Brechkraft, geringe Laufverschmutzung, hohe Zuverlässigkeit und ein möglichst günstiger Preis. Das sind Eigenschaften, die man bei vielen Patronen in Gänze nicht so einfach bekommt. Die Parcours von Winchester könnte da die Ausnahme sein.

 Die Parcours-Patrone von Winchester kommt mit beeindruckenden Eigenschaften daher. Mit 415 m/s verlassen die Schrote die Hülse. Somit sind die Bleikügelchen um einiges flotter unterwegs als bei den herkömmlichen Patronen. Das liegt an dem „Double Base Powder“, welches mit Nitroglycerin versetzt ist. Dadurch wird die Energie schneller freigesetzt und die Schrote haben eine höhere Geschwindigkeit.

Bei unseren Testreihen hat sich ein angenehmes Rückstoßverhalten mit einer guten Brechkraft ergeben. Irgendwo müssen Kompromisse gemacht werden und eine hohe Geschwindigkeit der Schrote widerspricht nun mal dem Wunsch nach wenig Rückstoß. Die Parcours von Winchester erfüllt diesen Kompromiss auf elegante Weise. Beim Schuss hat man nicht das Gefühl, dass man eine besonders starke Patrone abfeuert.

Ein gute Deckung hat direkt mit der Gleichmäßigkeit der Schrote zu tun. Wir haben eine Patrone geöffnet und uns die Schrotkugeln angeschaut. Die Gleichmäßigkeit der Schrote ist ordentlich und die Deckung mit einer Beretta DT11 ist ebenfalls gut. Nach unserer Testreihe haben wir einen Blick in die Läufe gewagt und waren positiv überrascht. Die Rückstände in den Läufen waren sehr überschaubar und die Reinigung mit einer Laufschnur war kein Problem.

Kommen wir nun zum Preis. Die Patrone kostet zwischen sieben und acht Euro, was für die Leistungsdaten eher günstig ist. Bei dem Preis kann man die Patrone auch beim Training benutzen. Verfügbar ist die Parcours in 7,5er- und 8er-Schrotstärke im Kaliber 12/70. Die Vorlage beträgt 28 Gramm.

Alles in allem ist die Parcours-Patrone von Winchester eine gute Wahl und kostet nicht die Welt. Wir haben damit 250 Schuss getätigt und uns hat die Patrone zugesagt.

Text und Fotos: Dominik Allartz