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… Frühling in den Staaten

Wer weiß schon, was die politischen Veränderungen in den USA noch für Auswirkungen haben werden. Auch für uns als Touristen aus der alten Welt. Ende April, wenn das Wetter in Deutschland noch nicht zuverlässig Richtung Sommer tendiert, wollen wir aber in die Sonne. Florida ist sonnensicher, unser ESTA noch gültig – also ab über den großen Teich. Diesmal verschlägt es uns in den äußersten Norden Floridas, die Küste Georgias und den südlichen Zipfel von South Carolina. Charleston ist die heimliche Königin der Südstaaten, Ft. Sumter ein Muss für alle Geschichtsinteressierten.

Pape in Schöningen und imIndustriemuseum Schönebeck

Wer sich schon einmal intensiv für die Technik interessiert hat die sich hinter oder besser in unseren Sportgeräten verbirgt, muss sich unbedingt mit Karl-Heinz Pape aus Schöningen in Verbindung setzen.

Die Anzahl der deutschen Sportflintenhersteller ist gering. Im Prinzip findet man nur noch zwei relevante Firmen, die die deutsche Büchsenmachertradition bis in den Spitzensport tragen. Das ist zum einen Krieghoff aus Ulm und zum anderen die Allgäuer Firma Blaser aus Isny. Wir haben uns auf den Weg ins Allgäu gemacht und die Firma Blaser in Isny besucht.

Seit 1931 Flintensport an der Westküste Floridas

Man(n) könnte es glatt zur Gewohnheit werden lassen: Wenn es in Deutschland langsam kalt, nass und damit ungemütlich wird, in den Flieger setzen und ab in die Sonne! Fort Myers Beach bietet sich bestens für einen Urlaub in den USA an. Direkt am Golf von Mexico gelegen, ist dieser Ort eine der Top-Adressen an der Westküste Floridas. Sonne pur, angenehme Temperaturen in Luft und Wasser und dazu die ­legendären Sonnenuntergänge lohnen die Strapazen der Reise.

Viel Spaß im Fort Säpzig (Zabice)

Wenn Geschichtsinteressierte „Festung Küstrin“ hören, denken sie vielleicht zuerst an Hans Herrmann von Katte, den Freund des späteren Königs Friedrich II., der am 6. November 1730 auf Befehl des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. eben dort enthauptet wurde. Und wer jetzt von einem Fort hört, denkt wohl zuerst an den „Wilden Westen“, an Indianerkriege ...

„Erkenne deine Bewegung“

Birgit und Thomas Sieglitz haben 2015 in Hattingen im Ruhrgebiet ein Indoor-Trainingszentrum eröffnet. Es war bei seiner Gründung das fünfte seiner Art in Deutschland (inzwischen gibt es bereits zwölf). Genutzt wird die MARKSMAN-ST-2 Technologie. Die eigene Waffe, Flinte oder Büchse, kann – ohne Verwendung scharfer Munition – eingesetzt werden. 

Flintensport im Spielerparadies Las Vegas 
Der Clark County Shooting Complex im Wüstenstaat Nevada 

Eine gewisse USA-Affinität meinerseits werden Sie, liebe Leser, inzwischen wohl bemerkt haben. Und da eine Reise über den großen Teich dank aktuell günstiger Flugpreise kaum mehr als eine Urlaubswoche auf den Kanaren kostet, beschlossen wir kurzerhand, unseren Frühjahrsurlaub nach Übersee zu verlegen. Der Südwesten mit seinen Sehenswürdigkeiten stand schon seit Längerem auf unserer Wunschliste, und so lag es doch nahe, das Spielerparadies Las Vegas als Zielort zu wählen. In den Kasinos der Stadt ist rund um die Uhr Betrieb. Abends bzw. nachts scheint sich die halbe Welt oder zumindest die ganze Stadt auf dem Las Vegas Blvd. zu treffen. Die Stadt pulsiert!

Das Gute am Parcoursschießen im benachbarten Ausland ist nicht nur das stimmige Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu den meisten Deutschen Schießständen. Es ist die ungeahnte Vielfalt an guten Schießständen – welche natürlich die Qual der Wahl zur Folge hat.

Wohl jeder Leser hat schon einmal vom O. K. Corral gehört oder gelesen, zumindest jeder zumeist männliche Westernliebhaber kennt die Geschichte. Zahlreiche Filme handeln vom berühmten „gunfight“, der am 26. Oktober 1881 gegen 14:30 Uhr am O. K. Corral in Tombstone, Arizona, stattfand, mit den Earp-Brüdern und Doc Holliday auf der einen und den McLaurys und Clantons auf der anderen Seite. Gut 134 Jahre später bin ich mit meiner Frau auch am O. K. Corral, jedoch in Okeechobee, Florida, beim O. K. Corral Gun Club.

Im Porträt: Augustinus von Papen

Als wir die Porträtreihe von in Deutschland praktizierenden Flintentrainern begonnen haben, war uns klar: anders als im Mutterland des Flintenschießens England, wo große Verbände ein Jahrhundert lang die Szene geordnet und gestaltet haben, würden wir es hier in Deutschland mit sehr unterschiedlichen Lebenswegen zu tun haben. Ebenfalls erwartungsgemäß machen aber gerade die unterschiedlichen Entwürfe und Lebensgeschichten die Sache spannend. Zu denen, die wir vorstellen, unterhalte ich seit Jahren und Jahrzehnten berufliche Verbindungen. Abseits aller Lebensläufe habe ich deshalb von den meisten Flintenlehrern ein paar markante Merkmale im Kopf. So bringe ich mit dem Namen „Augustinus von Papen“ spontan drei Dinge in Verbindung. Unwillkürlich denke ich an die Geschichte von dem „Waggon voll Schrotpatronen“. Diese Geschichte erzählen viele, und von Papen hat sie seit langer Zeit auf seiner Homepage. Die meisten, die über Wagenladungen von Schrotpatronen sprechen, wollen damit sagen, man müsse diese erst mal verschossen haben, um am Ende eines langen Leidensweges Wurfscheiben treffen zu dürfen. Von Papen erzählt sie von der anderen Seite. Es könne einfach nicht sein, dass man Flintenschützen so etwas zumute und sie einem solchen Frust aussetze, sagt er. Als nächstes fällt mir seine Empfehlung ein, beim Flintenschießen nicht einfach nur die Wurfscheibe anzusehen, sondern sich auf eine bestimmte Stelle von ihr zu konzentrieren, beispielsweise auf den linken Rand. Und schließlich habe ich Bilder seines wunderschönen Schießstandes Heisterberg vor meinem geistigen Auge. Doch nun der Reihe nach …